Brandenburg an der Havel, Brücke über den Stadtkanal

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Auslober: Stadt Brandenburg an der Havel
Projektart: Wettbewerb 2008, 2. Preis
Tragwerk: Ingenieurbüro Krone, Berlin

Die neue Brücke über den Stadtkanal ist ein Bindeglied der fuß- und radläufigen Zusammenführung von Hauptbahnhof und mittelalterlichem Stadtkern Brandenburgs. Auf beiden Seiten bilden markante Kopfbauwerke den Auftakt zum Brückenschlag über den Kanal. Auf der Neustädter Seite füllt ein platzförmiges Rampenbauwerk aus Ziegel die gesamte Tiefe der gründerzeitlich Parzelle aus. Fußgänger und Radfahrer die vom Bahnhof oder vom Jungfernsteig kommen, werden fast unmerklich hinauf zur Brücke geleitet. Der Brückenkopf an der Sankt-Annen-Promenade auf der Stadtseite bildet eine großzügige Stadtterrasse ebenfalls aus Ziegel. Sie ist gleichsam Aussichtspunkt und Entree der Stadt. Wie auf der gegenüber liegenden Seite führen leicht geneigte, mit Ziegel belegte Rampen hinauf zur „Klosterterrasse“. Im Gegensatz zu den Kopfbauwerken, die sich mit Ihrer Materialität stark an der Brandenburger Bautradition orientieren ist die Brücke über den Stadtkanal eine Stahlkonstruktion. Ein elegant gefalteter, schlanker Kastenträger überspannt das Wasser und lagert auf zwei ebenso skulptural ausgeformten Stahlstützen, die auf der Uferböschung stehen. Die Geometrie des Brückenträgers macht sich den Höhenunterschied zwischen beiden Ufern zu Nutze. Der Höchste Punkt liegt in der Mitte der Brücke, wo sie auch am breitesten ist. Dort kann man ungestört vom Passantenstrom den Kanal entlang blicken. Aus der Ferne wirkt die Brücke wie ein silbrig glänzender Kajak.