Hamburg, Erweiterung des Polizeireviers Davidwache

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Bauherr: Hamburger Gesellschaft für
Vermögens- und Beteiligungsverwaltung
Projektart: Wettbewerb 2002, 1. Preis
Fertigstellung: 2004
HNF: 820 qm
Baukosten: 2,1 Mio EUR gesamt

Die Davidwache wurde 1913 von Schumacher in Form eines giebelständigen Bürgerhauses entworfen. Der Bau orientiert sich deutlich zum Spielbudenplatz. Im hinteren Bereich markierte eine Mauer die offene Anlage. Die Erweiterung stellt den bisher weithin sichtbaren Giebel frei und führt dennoch Alt- und Neubau durch ein Brückenbauwerk zusammen. Die schräge Straßenecke wurde konsequent überbaut. Der so gewonnene Raum verschafft dem Altbau Luft. Im Erdgeschoss dominiert die neu errichtete Mauer in historischer Höhe und im Blockverband. Darüber schiebt sich der Neubau, der durch die Verwendung eines Sparverbandes zeigt, dass der Ziegel nur die Hülle des Stahlbetonbaus bildet. Durch die Anordnung von gekoppelten Fensteröffnungen im ersten Obergeschoss, von Fensterbändern an der Kastanienallee und einer grosszügigen Glasfassade an der Davidstraße, entstand in Kombination mit dem Ziegel ein Haus, das bewusst aus dem formalen Geist des Schumacherbaus schöpft. Es bildet mit ihm eine Einheit, wird aber zugleich durch einen eigenen, selbstbewussten Charakter unserer Zeit geprägt.