Berlin, Straßenmöbel Unter den Linden

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Auslober: Land Berlin
Projektart: Wettbewerb 1998, 5.Preis

Auch wenn der Straßenkorridor Unter den Linden in seiner historischen Form zu erhalten ist, zeigt die wechselvolle Geschichte, daß dieser bedeutende Straßenzug immer nach den Anforderungen der Zeit gestaltet war. Dies bedeutet jedoch nicht, daß für die Neugestaltung der Lindenmöbel die zur Zeit gültigen modischen Strömungen aufgenommen werden. Vielmehr soll dort angeknüpft werden, wo die Geschichte der Linden als lebendiger Boulevard der 20iger und 30iger Jahre endete. Die vorgeschlagenen Lindenmöbel sind sachlich und robust in der Gestaltung, preußisch sparsam im Material, nobel und elegant in der Proportion. Sandfarbener Sichtbeton bestimmt die einheitliche und durchgängige sowie ruhige Erscheinung. Er bildet das Grundgerüst für die unterschiedlichen Elemente. Glas, Bronze und Holz prägen als weitere Materialien die „Möbelkollektion“ aus Kiosk, Lichtstele, Bank, Mülleimer, UBahnabgang und Aufzug, WC -Anlage, Bushaltestelle, Baumscheibe und Umwehrung. Betonfertigteil und Bronzedetail führen so die unterschiedliche Ausprägung kultureller Anliegen der beiden ehemaligen Teile Deutschlands zusammen.