Weimar

Kaufhausfassade am Theaterplatz

Zurückhaltend und unaufdringlich, sich seiner selbst jedoch bewußt reiht sich das Kaufhaus zwischen den bedeutenden Bauten des geschichtsträchtigen Theaterplatzes ein. Der Entwurf für die Fassade des schon im Bau befindlichen Gebäudes lehnt sich zum einen an die Weimarer Tradition des frühen Bauhauses, zum anderen an die Geschäftshaustradition Alfred Messels an. Große brüstungslose Öffnungen, die auch in den Obergeschossen als Schaufenster nutzbar sind, gewähren Einblick ins Innere und schaffen eine Verbindung zwischen Kauf- und Platzgeschehen. Die gleichmäßig strukturierte Fassade lebt vom Detail und der Materialwahl. Die Fenster aus Lärchenholz, mit Edelstahlprofilen verstärkt, sind differenziert und feingliedrig. Pfeiler und Geschoßbänder bestehen aus einer gleichmäßig geteilten, massiven Sandsteinfassade mit vorspringenden Brüstungssteinen und gerundeten Leibungssteinen. Der Hauptzugang erfolgt über Eck vom Platz aus. An dieser prägnanten Stelle ist das Gebäude leicht gerundet und der Eingang durch Rundstützen markiert.