Gießen, Polizeipräsidium Mittelhessen

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Bauherr: Hessisches Baumanagement
Projektart: Wettbewerb, 1.Preis
HNF: 2660 qm
Baukosten: 9,5 Mio. EUR
Bauzeit: 2008-2010

Im Zuge der Umwandlung der Gailschen Zigarrenfabrik aus dem Jahre 1923 zum Polizeipräsidium wurden seit Ende der 1980er Jahre bereits mehrere Um- und Erweiterungsbaumaß- nahmen auf dem 3 ha großen Gelände vollzogen. Der Entwurf für die erneute Erweiterung des Polizeipräsidiums nimmt den städtebaulich vorgegebenen Rahmen auf und ergänzt die Gesamtanlage zu einem Quarée. Der neue L-förmige Baukörper variiert die Typologie der alten Zigarrenfabrik und bildet im Grundriss das Gegenüber zu dem Altbau und besetzt die räumlichen Kanten.
Der Hauptflur der Erweiterung weitet sich in der Mitte des winkelförmigen Baukörpers auf, so dass im Schnittpunkt der Wegeverbindungen ein Raum zur Orientierung und Kommunikation entsteht. Durch den Einschnitt des Eingangs mit einer großflächig verglasten Fassade öffnet sich der Blick im Erdgeschoss nach außen.
Die Form der Erweiterung greift die Maßstäblichkeit der vorhandenen Bauten auf. Es wird ein klarer Rahmen nach Außen wie auch zu dem inneren Hof definiert. Eine gleichmäßige Fassadenteilung unterstreicht die kubische Gesamtform. Zusammen mit der ehemaligen Zigarrenfabrik und dem ersten Erweiterungsbau entsteht ein Ensemble aus unterschiedlichen Zeiten. Die Gebäude nehmen Bezug aufeinander, ohne ihre Modernität zu verleugnen.