Hamburg

Neu-Allermöhe Straßen- und Fußgängerbrücken

Das städtebauliche Konzept in Neu-Allermöhe, sieht eine Diagonale für Fußgänger vor, die Eingang des neuen
Stadtteils und freie Landschaft miteinander verbindet. Diese ist die bewusste Störung in dem Raster des Wohngebietes, das als ehemaliges Marschgelände von Fleeten durchzogen wird. Thema ist die Entwicklung unterschiedlicher Brücken, die als Ensemble miteinander verwandt sind. Die Eigenart des städtebaulichen Konzeptes führt am Eingang und Ausgang der Siedlung zur Kreuzung des Fuß- und Fahrverkehrs jeweils auf einer Brücke. Da der Fußgängerweg räumlich Vorrang hat, trägt die Fußgängerbrücke zeichenhaft die Straßenbrücke. So entstehen deutliche Eingangsbauwerke für den neuen Stadtteil. Die erste Brücke betont mit zwei gegeneinander geneigten Stahlbögen, zwischen denen man als Fußgänger durchgeht, den Eintritt in den neuen Stadtteil. Die zweite Brücke kommt mit nur einem über den Weg gelegten Stahlbogen aus, den die Passanten in der perspektivischen Verkürzung effektvoll als Parabel wahrnehmen. Dazwischen verlaufen vier unterspannte Fußgängerbrücken aus Stahl entlang der Diagonale. Bei ihrer Konstruktion kontrastiert die Massivität der geklinkerten Sockel mit dem sehr schlanken Querschnitt der eigentlichen Brückenkörper. Die filigrane Stahlkonstruktion erfährt ihren speziellen optischen Reiz durch den leicht nach innen gebogenen Zuschnitt im Grundriss, und eine Überhöhung im Brückenstich. Durch diese gestalterischen Faktoren wird die Überquerung des Wassers bewusst inszeniert und die Wirkung der relativ kleinen Brücken überhöht.