Berlin, Brücke in der Europacity

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Auslober: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Projektart: Wettbewerb 2014, 3. Preis

Tragwerk: Klähne Ingenieure, Berlin

Ziel der Planung ist es, die beiden neuen Brücken über den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal im Kontext der Typologie Berliner Stadtbrücken zu sehen.Typologisch zeichnen sich diese zum einen durch den Verzicht auf Überbauten und eine zu hohe Signifikanz und zum anderen durch eine topografische Einbindung ihrer Widerlager in den Stadtraum aus.Das bedeutet, dass die notwendigen Rampen und Böschungen den Stadtraum bestimmen. Angrenzende Gebäude, Straßen und Plätze folgen der Brückentopografie. Die Treppen sind zumeist in die Widerlager integriert. Hinzu kommt, dass die Brücken ebenso wie die Straßen und Freianlagen für die Europacity identitätsstiftend sein sollten. Deshalb folgen die beiden neuen Brücken trotz unterschiedlicher Anforderungen einem einheitlichen konstruktiven und formalen Prinzip. Die Widerlager werden in scharfkantigem sandfarbenem Beton hergestellt. Alle sichtbaren Oberflächen werden durch die Verwendung einer Schalungsmatritze in Natursteinoptik veredelt und durch eine Antigraffitibeschichtung geschützt.
Die Stahlrahmen erhalten eine metallisch glänzende graue Beschichtung.
Das Geländer dient zur Dämpfung von Schwingungen. Es wurde deshalb als eine durchgehende flächige aber transparente Brüstung aus Stahlblechgitter geplant. Die Beschichtung erfolgt ebenfalls in einem grau, metallisch glänzenden Farbton.
Die Beleuchtung der Brücke erfolgt über die Geländer. In die Handläufe integrierte LED-Bänder sorgen für die Ausleuchtung der Lauffläche bzw. Fahrbahn. Dabei wirkt das Blechgitter der Geländer wie ein Spiegelraster. Sein diffuses Licht inszeniert die Brücke nachts nach außen in Richtung Promenade und Kanal.